Wir wissen mehr über Ernährung als je zuvor und fühlen uns dennoch oft nicht wirklich gesund. Müdigkeit, geringe Belastbarkeit oder lange Regenerationsphasen sind für viele zum Alltag geworden. Das liegt nicht nur am Stress, sondern auch an einem Faktor, der häufig unterschätzt wird: Licht.

Vitamin D wird größtenteils durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Über Lebensmittel nehmen wir nur geringe Mengen auf. Gleichzeitig verbringen wir heute den Großteil unseres Tages in Innenräumen – unter künstlichem Licht, mit wenig direkter Sonne. Für unseren Körper bedeutet das: ein zentrales Signal fehlt.

Dabei erfüllt Vitamin D wichtige Aufgaben. Es trägt zur normalen Aufnahme von Calcium bei und unterstützt damit die Knochengesundheit. Zudem spielt es eine Rolle für das Immunsystem. Diese Funktionen sind wissenschaftlich belegt und werden unter anderem von internationalen Gesundheitsbehörden bestätigt.

Ein Mangel entsteht selten plötzlich. Er entwickelt sich schleichend – durch dauerhaft geringe Sonnenexposition und veränderte Lebensgewohnheiten. Besonders in den Wintermonaten kann die körpereigene Produktion deutlich sinken.

Gesundheit hängt daher nicht nur von Kalorien oder Makronährstoffen ab. Sie ist das Ergebnis eines Zusammenspiels aus Ernährung, Bewegung, Schlaf – und Licht. Vitamin D steht exemplarisch für diese Verbindung zwischen Umwelt und Körper.

Wer sein Wohlbefinden verstehen möchte, sollte daher nicht nur fragen, was auf dem Teller liegt. Sondern auch, wie viel echtes Tageslicht der eigene Alltag zulässt.

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